B = Lehrer
C = jemand in der Klasse
Im Mathematikunterricht: (Teil 1)
Ich (Gedanken): Ich kenne die Lösung, warum fragt er mich nicht? Das soll endlich schneller gehen.
Ich habe keine Geduld, muss ständig Rücksicht nehmen, unerträglich anstrengend ist das, immer das gleiche, immer und immer wieder warten, warten und noch mehr warten.
Warum sind die anderen nur so langsam, sollen die sich doch mal anstrengen, so kann das einfach nicht weiter gehen.
B: .... Was ist ein Produkt?
Ich (laut): das Ergebnis einer Multi ....
B (schaut genervt): Ruhe!
Klasse genervt
C: Halt doch endlich mal deine Fresse
Ich: (grinst selbstverliebt) Boah...
B: (schaut mich an): übe dich in Geduld
Ich: ich gebe mir Mühe, es ist nur nicht ganz so einfach für mich
Ich (Gedanken): immer das selbe, was soll ich tun, ich gebe mir Mühe, mein ganzes verdammtes Leben tue ich das schon, sollen sich doch die anderen mal Mühe geben, ich tue es, die ganze Zeit schon, mein ganzes verdammtes Leben schon, mir wurde immer gesagt ich muss mich mehr anstrengen, ich könnte besser sein. WARUM DARF ICH ES DANN NICHT ZEIGEN?
Im Gang vor dem Klassenzimmer (Teil 2)
Ich (Gedanken): Ich wusste, dass es so kommen wird, jetzt bin ich draußen, sitze da, mir selbst überlassen, einsam und alleine. Nachher Geschichteblock, VIER STUNDEN, wie soll ich das nur überstehen? Warten, Langweilen. Das ist doch alles nicht neu (der Stoff), Gähnen, Müdigkeit, Trägheit, so viel mehr könnte ich...
Warten, warten, warten, besteht das ganze Leben nicht aus warten? Waten auf den Zug, Bus, in der Kassenschlange, beim Bäcker, am Automaten,
warten, warten und noch mehr warten, warten bis dieses Leben ein Ende hat. Leckt mich doch alle am Arsch
Ihr seit dumm, nein, ich bin es, ich kann nicht warten, mir geht einfach alles zu langsam, warten an der roten Ampel, warten auf das Ende des Downloads, warten auf den Refrain des Liedes, warten, warten, warten ... warten auf das Ende der Stunde, warten auf das Essen im Restaurant, warten darauf bis ich endlich schlafen kann, meine Tabletten nehmen kann, damit mein irres Gehirn mich nicht weiter belästigt, mich nicht weiter quält, diese zahlreichen Verrenkungen ein Ende haben.
Meine Ex-Freundin sagt, ich sei ein geduldiger Mensch.
ENDE
Donnerstag, 18. Oktober 2007
Samstag, 15. September 2007
Die ersten Schritte...
Nachdem ich mich nun einige Stunden durch die diversen Einstellungmöglichkeiten geklickt habe, bin ich für meinen Geschmack, noch zu keinem akzeptablen Ergebnis gekommen. Einen Blog zu gestalten ist wohl doch aufwendiger als ich es mir vorgestellt habe aber ich bin optimistisch, ihn in den nächsten Wochen und Monaten meinen Vorstellungen entsprechend zu gestalten.
Ein Themenschwerpunkt wird die bipolare Störung (manisch-depressiv) sein an der ich und schätzungsweise mindestens 2 Millionen andere Menschen in Deutschland erkrankt sind. Die bipolare Störung ist eine neuropsychiatrische Erkrankung wo die Betroffenen an extremen Stimmungsschwankungen leiden ("Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt"). Wie gefährlich diese Krankheit ist zeigen allein schon folgende Daten: 15% der Betroffenen sterben durch Suizid und das Suizidrisiko ist im Vergleich zur Normalbevölkerung um ca. das 30fache erhöht. Leider weiß die Allgemeinbevölkerung noch viel zu wenig über diese Krankheit und deswegen Engagiere ich mich in zwei Vereinen ehrenamtlich für die Interessen der Betroffenen. Die beste deutsche Website zu diesem Thema ist wohl http://www.dgbs.de deren Jahrestagung in Kürze statt findet wo ich mich inhaltlich auch beteiligen werden.
Diese Krankheit ist auch einer der Gründe die bei mir zu mehreren Schulabbrüchen führten. Seit März 2006 bin ich aber durch das richtige Medikament "stabil" und mache momentan mein Abitur auf einer Privatschule im Rheinland nach. Momentan bin ich in Klasse 12 und es läuft eigentlich ganz gut (Klassenbester am Ende der 11).
Meine Klasse besteht aus zahlreichen Individualisten und Chaoten wovon die meisten auch schon eine wirre Schulkarriere hinter sich haben und schließlich zusammen mit mir in einer Klasse gelandet sind. Diese Kombination von Schülern macht den Schulalltag sehr unterhaltsam und ich glaube, dass was sich bei uns innerhalb von einer Woche an kuriosen Dingen ereignet, passiert an anderen Schulen in einem ganzen Schuljahr nicht.
So viel erstmal für den Anfang
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